Gesundheitsförderung, Prävention

Gesundheitsförderung und Prävention sind unterschiedliche, sich gegenseitig ergänzende und unterstützende Konzepte.

Die Gesundheitsförderung richtet sich verstärkt auf die Unterstützung von Fähigkeiten und Möglichkeiten des einzelnen Gesunden oder Kranken. Sie umfasst ebenfalls die für die Gesundheit zuträgliche Gestaltung der Lebensbedingungen.

Die Prävention dient der Verhütung von Krankheiten und zielt auf den Abbau und die frühzeitige Erkennung von Gesundheitsrisiken.

Zielgruppen der Gesundheitsförderung und Prävention:
- werdende Eltern/Eltern mit Kleinkindern (Schwangerenberatung)
- Kinder im Kindergarten und in der Grundschule (Essstörungen; Mobbing)
- Jugendliche (geschlechtsspezifische Aspekte/Sexualpädagogik)
- Erwachsene im Erwerbsleben, Frauen und Männer (zum Thema Abhängigkeit und Sucht)

Um die Prävention zu kategorisieren gibt es verschiedene Begrifflichkeiten.
Die Kategorisierung in Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention bezieht sich sowohl auf den Zeitpunkt die jeweilige Präventionsmaßnahme.

Primärprävention
umfasst alle spezifischen Aktivitäten vor Eintritt einer Schädigung und zur Vermeidung exogener Schädigung (äußerer Schädigung) oder Verringerung eines personengebundenen Risikos.

Sekundärprävention umfasst alle Maßnahmen zur Entdeckung symptomloser Krankheitsfrühstadien und ihre erfolgreiche Frühtherapie, um ihr Fortschreiten zu verhindern.

Tertiärprävention umfasst Maßnahmen, um Folgeschäden (Defekte, Behinderungen) einer eingetretenen Erkrankung zu vermeiden oder abzumildern.

Universelle Prävention definiert Maßnahmen, die sich an die Allgemeinbevölkerung oder Teilgruppen der Bevölkerung wenden, um künftige Probleme zu verhindern.

Selektive Prävention richtet sich an Personen oder Gruppen mit speziellen Risiken in Bezug auf eine spätere Krankheitsausprägung. Die selektiven präventiven Interventionen zielen z. B. auf die Verhinderung riskanten Verhaltens durch Stärkung von Schutzfaktoren wie Selbstwertgefühl und Problemlösungskompetenz sowie durch Unterstützung im richtigen Umgang mit Risikofaktoren.

Indizierte Prävention richtet sich an Personen oder Gruppen mit bestimmten Risikomerkmalen, die Anzeichen einer Erkrankung aufweisen, jedoch (noch) ohne Erfüllung der vollständigen Diagnosekriterien sind.

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